Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln . Tel Aviv-Yafo e. V.

ברית ערים תאומות קלן תל-אביב-יפו

 

Vorsitzende:
Monika Möller
Elsdorfer Gasse 22
51143 Köln

 

OFFENER BRIEF!

DINO

Deutsche Initiative für den Nahen Osten

Hohenzollernring 56

 

48145 Münster

 

                                                                                                                      25. August 2007

2. Symposion der Deutschen Initiative für den Nahen Osten

„DINO – Wege zum Frieden“ am 31.08./01.09.2007 in Köln

 

 

Sehr geehrter Herr Erdenberger,

 

auf unserer Mitgliederversammlung am 20. August 2007 habe ich der Bitte von DINO entsprochen und die anwesenden Damen und Herren unseres Vereins auf Ihre oben erwähnte Veranstaltung  hingewiesen. Alle Mitglieder konnten sich über das Programm und die Teilnehmer Ihres Symposions informieren. Statt des Interesses, sich zur Veranstaltung anzumelden, wurde vielmehr der einstimmige Beschluss gefasst, der Veranstaltung als Protest fern zu bleiben und gegenüber der Initiative DINO als Veranstalterin die folgende Erklärung abzugeben:

 

Die Teilnehmer/innen der Mitgliederversammlung des Städtepartnerschaftsvereins Köln – Tel Aviv-Yafo zeigen sich entrüstet und schockiert über die Tatsache, dass die Deutsche Initiative für den Nahen Osten in der Piazzetta des Historischen Rathauses – unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters - ein Symposion zum Thema „Wege zum Frieden – eine aktuelle Bestandsaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten“ durchführt, bei dem kein einziger Teilnehmer der israelischen Seite vertreten ist.

Vielmehr wird Abdallah Frangi als Vertreter von Mahmud Abbas über „Palästina und Israel –

Schwierigkeiten einer Nachbarschaft“ sprechen. Herr Hönings vom Verein Köln – Bethlehem referiert über die Städtepartnerschaft Köln – Bethlehem. Der vorgesehene Podiumsbeitrag des Patriarchen von Jerusalem, Gregorius III., darf getrost als Höhepunkt einer Veranstaltung betrachtet werden, die ausschließlich die palästinensische Seite und Sichtweise vertritt. Vor allem der griechisch-katholische Gregorius hält nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg, dass er sich historisch gesehen mit dem Islam solidarisch wisse. In einem Interview von Gianni Valente bekennt er: "Wir sind die Kirche des Islam“; Israel und Judentum kommen darin seltsamer Weise nicht vor, obgleich er doch im mehrheitlich von jüdischer Bevölkerung geprägten Jerusalem lebt.

 

Wie Sie in Ihrer Einladung weiter mitteilen, soll das Schicksal der betroffenen Menschen in der Region im Mittelpunkt der Tagung stehen. Welche Region ist gemeint? Nach der Besetzung des Podiums zu urteilen kann es sich nur um Menschen in palästinensischen Gebieten handeln.

Wo bleiben die betroffenen Menschen in Israel, die Angehörige durch Terror von radikal-palästinensischen Gruppen verloren haben und die vielen Kinder und Jugendlichen, die durch Attentate schwer verletzt wurden und nie mehr ein normales Leben führen werden?

Die Mitgliederversammlung wundert sich darüber hinaus, dass zwar der Verein Köln-Bethlehem, nicht aber der Städtepartnerschaftsverein Köln – Tel Aviv als Gesprächspartner in Frage kommt. Was versprechen sich die Initiatoren von einer „aktuellen Bestandsaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten“, zu der nur eine Seite ihre Beiträge liefert?

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. Monika Möller, Vorsitzende

 

zur Information:

Tagesordnung der o.g. Veranstaltung

Agenda von DINO