In Bethlehem und Tel Aviv wird der OB künftige Kooperationsprojekte besprechen
Am Samstag, 8. März 2008, werden Oberbürgermeister Fritz Schramma und eine hochkarätige Kölner Delegation nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen. Anlass ist die internationale Kommunalkonferenz „Sister Cities & Municipal Organizations“ in Jerusalem, die der israelische Städtetag (ULAI) zu seinem 70-jährigen Bestehen und zum 60-jährigen Jubiläum der Gründung des Staates Israel ausrichtet. Zu der Konferenz, die Israels Ministerpräsident Ehud Olmert eröffnet, werden 600 Teilnehmer aus über 40 Ländern erwartet.
Schramma wird am 11. März gemeinsam mit dem Bürgermeister
der Stadt Levahim und Vorsitzenden des ULAI-Ausschusses für
Internationale Beziehungen, Eli Levy, einen Workshop mit dem Titel
„Youth in Centre“ leiten und zusammen mit dem
stellvertretenden Oberbürgermeister der Stadt Tel Aviv, Nathan
Wolloch, über den traditionsreichen Jugendaustausch zwischen
Köln und Tel Aviv berichten.
Am 12. März wird Schramma
mit Avi Primor, dem ehemaligen israelischen Botschafter in
Deutschland, zusammentreffen.
Die Kölner Delegation, der neben OB Schramma Mitglieder des Rates der Stadt Köln, Vertreter der Städtepartnerschaftsvereine Köln-Bethlehem und Köln-Tel Aviv, der Synagogengemeinde, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Katholischen Fachhochschule Köln, Mitarbeiter des Jugend-, Schul- und Sportamtes der Stadt Köln, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln und ein Kölner Filmemacher angehören, wird neben Jerusalem (10. bis 12. März) auch die beiden Kölner Partnerstädte Bethlehem und Tel Aviv besuchen.
In Bethlehem (8. und 9. März) wird die Kölner Delegation am
9. März von Bürgermeister Dr. Victor Batarseh empfangen. An
dem Empfang werden neben Mitgliedern des Rates der Stadt Bethlehem
voraussichtlich auch die Ministerin der Palästinensischen
Autonomiebehörde für Tourismus und Frauenfragen, Dr.
Khouloud Daibes, sowie der Minister für lokale Angelegenheiten,
Ziad Abdallah al-Bandak, sowie Vertreterinnen und Vertreter des
Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), der Gesellschaft für
technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KFW) aus Ramallah teilnehmen. Auf dem Programm stehen
darüber hinaus ein Treffen mit Jörg Ranau, Ständiger
Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in den palästinensischen
Autonomiegebieten, Besuche der Bethlehem University, die durch eine
Hochschulpartnerschaft mit der Katholischen Fachhochschule Köln
verbunden ist, und des Caritas Babyhospitals. Schramma wird der
Chefärztin des Caritas-Hospitals, Dr. Hyam Marzouqa, einen
Scheck in Höhe von 160.000 Euro übergeben. Das Geld war im
Sommer 2007 bei der bundesweiten Spendenkampagne „Tour der
Hoffnung“ gesammelt worden. Mit der Spende – darin
enthalten auch 50.000 Euro von Mitarbeitern der Stadt Köln aus
der städtischen „Pro-Cent-Aktion“ - können
dringend notwendige Renovierungs- und Baumaßnahmen finanziert
sowie das medizinisch-therapeutische Angebot für Kinder und
Mütter verbessert werden.
In Tel Aviv (12. und 13. März)
wird die Kölner Delegation von Oberbürgermeister Ron Huldai
empfangen. Dort sollen – wie zuvor schon in Bethlehem -
künftige bi- und trilaterale Kooperationsprojekte besprochen
werden, insbesondere auch im Hinblick auf das 100-jährige
Stadtjubiläum Tel Avivs in 2009. Geplant ist auch ein
Zusammentreffen mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in
Israel, Dr. Harald Kindermann.
Köln ist die einzige deutsche
Kommune mit einer Partnerstadt in den palästinensischen
Autonomiegebieten. Dieser Partnerschaft mit Bethlehem misst
Oberbürgermeister Fritz Schramma ebenso wie der
Städtepartnerschaft mit Tel Aviv eine besondere Bedeutung bei:
„Mit beiden Städtepartnerschaften will Köln einen
eigenen kommunalen Beitrag zum Frieden im Nahen Osten leisten.
Friedensabkommen werden zwischen Staatsführern besiegelt,
wirklich geschlossen und vor allem gelebt werden müssen sie
letztlich aber von den Menschen beider Seiten. Neben der Pflege der
bilateralen Kontakte werden wir deshalb auch nicht locker lassen,
Projekte zwischen palästinensischen und israelischen Kommunen zu
fördern und Begegnungen zwischen Menschen aus Bethlehem und Tel
Aviv zu ermöglichen.“
Der Rat der Stadt Köln hat am 13. Dezember 2007 beschlossen, in Köln eine Begegnung mit Schülern aus Bethlehem und Tel Aviv durchzuführen. Diese wird voraussichtlich im nächsten Jahr stattfinden.
- sw -